Die vier Gesetze der Spiritualität

Wer ein Verständnis für die vier Gesetze der Spiritualität hat, kann das Leben, so wie es sich einem darbietet, leichter annehmen. Vor allem auch jene Dinge, die nicht so laufen, wie man sie in seinen Wünschen vielleicht erwartet oder erhofft.

Die Gesetze helfen einem dabei, ein besseres Verständnis für das eigene Dasein mit all seinen Umständen wie Trennungen, unerwartete Entwicklungen und andere Schicksale zu bekommen. So ist es auch leichter möglich, dem Leben durch dieses Verständnis für diese Gesetzmäßigkeiten stimmigere "Antworten" zu geben.

Die vier Gesetze der Spiritualität bestätigen meine innere Gewissheit, dass im Vordergrund von allem, was geschieht, immer wir als Menschen mit unserer Entwicklung stehen: wir Menschen – mit unserer Aufgabe, zu wachsen. Mit unserer Aufgabe, das Leben als Reise zu begreifen auf dem Weg zu einem höheren Selbst.



Das 1. Gesetz der Spiritualität sagt:

“Die Person die dir begegnet ist die Richtige”

Das heißt, niemand tritt rein zufällig in dein Leben.

Alle Menschen, die dich umgeben und Kontakt mit dir haben, haben eine Aufgabe für dich parat. Sie lehren dich etwas oder bringen dich in deiner momentanen Situation weiter. Aber: nur dann, wenn du dich für diese Chance öffnest!

Wer dich etwas lehren soll, tritt als Spiegel oder Lehrmeister in dein Leben, um dich in deinem inneren Wachstum zu unterstützen.

Im Falle des Spiegels steckt die Lehre im Verborgenen und es liegt an dir, den Lehrer, beziehungsweise die Lehre zu erkennen. Im Falle des Lehrmeisters ist die Lektion offensichtlich.

Vor allem Menschen, mit denen du nicht harmonierst, geben dir die größte Chance zum Wachstum. Sie dienen dir als Spiegel für unbewusste Anteile in dir. Sie erinnern dich an etwas, was du an dir selbst ablehnst und mit dem du keinen Frieden geschlossen hast. S ie erinnern dich eventuell auch an eine alten Verletzung, die nicht geheilt, sondern nur tief in dir vergraben ist und durch sie wieder zum Vorschein kommt.

Wenn du bereit dazu bist, kannst du dank diesen Menschen zu deinem inneren Frieden finden. Erkenne durch sie, was in dir in Unruhe oder im Schmerz ist und widme dich diesem Aspekt.

Es kann aber auch sein, dass dir Menschen, mit denen du nicht gut auskommst, als Möglichkeit dienen, innere Stärke und Gelassenheit zu entwickeln. Toleranz, Selbstbewusstsein oder auch Wertschätzung dir selbst gegenüber. Sie lassen dich beispielsweise erkennen, wie du dich nicht behandeln lassen willst, dass es wichtig ist, für deine Bedürfnisse einzustehen oder dass du dich nur mit jenen Menschen umgeben solltest, die dir gut tun und dich weiterbringen.

Aber auch Menschen mit einer positiven Ausstrahlung können eine wertvolle Aufgabe für dich haben. Sie lehren dich die Freude und die Leichtigkeit des Lebens. Die wertvollen Eigenschaften des Mensch-seins, die Liebe, das Lachen, das Leben selbst. Sie bringen Zuversicht und Hoffnung zu dir und tragen durch ihre Lebenseinstellung und Lebensweise dazu bei, dass du für dein eigenes Leben inspiriert wirst.


Wie dir das 1. Gesetz hilft:

Wer auch immer in deinem Umfeld ist, ist aus einem bestimmten Grund da. Um dich in dem, was du lernen oder erreichen sollst, zu unterstützen. Nicht immer in der aktiven Unterstützung, sondern manchmal auch in Form von Widerstand, damit du Erkenntnis und Einsicht erlangst.

Mit diesem Wissen kannst du die Menschen mit anderen Augen betrachten und dankbar für sie sein – auch für jene, die du nicht leiden kannst. Ziehe das Positive aus diese Begegnung und lass die Chance auf Wachstum nicht ungenützt vorüber ziehen.

Das 2. Gesetz der Spiritualität sagt: “Das, was passiert (ist), ist das Einzige was passieren konnte”

Was auch immer geschieht und geschah, sollte genau so passieren.

Es hat für dich und deinen Lebensweg genau so sein sollen – für dein Glück und dein Wachstum. Auch wenn du die Umstände -noch!- nicht verstehen kannst und dich womöglich fragst, was das Ereignis, das du als Unglück ansiehst, für dich darstellen soll.

Vielleicht wirst du es viel später auch oder auch nie erfahren, aber oft erkennst du im Nachhinein ein vermeintliches Unglück als eine „glückliche Fügung des Schicksals“ an.

Alles fügt sich letzten Endes, um dich zu lehren, um dich vor anderem Unheil zu bewahren oder um dich in deiner Entwicklung voranzubringen.


Wie dir das 2. Gesetz hilft:

Es gibt gewisse Dinge, die müssen wir dem Leben überlassen. Es hat Pläne für uns, die wir nicht immer mit unserem Tagesbewusstsein kennen. Wenn du nun glaubst, dass letztendlich alles was passiert, zum Ziel hat, dass du am Ende da ankommen wirst, wo du ankommen sollst, lässt du Dinge geschehen, auf die du keinen Einfluss hast.

Du wirst dich von der Vorstellung lösen, du wüsstest, was das Beste für dich ist.

Du hältst nicht mehr an der Vergangenheit oder an negativen Gefühlen fest, die du mit ihr verbindest.

Du kannst annehmen, was kommt und bist dadurch frei für das Leben, das auf dich wartet.

Das 3. Gesetz der Spiritualität sagt: “Jeder Moment, in dem etwas beginnt, ist der richtige Moment”

Alles beginnt genau im richtigen Moment – nicht früher und nicht später.

Der richtige Job oder Beruf, die neue Beziehung, der Neuanfang anderer Dinge. Was auch immer zu welchem Zeitpunkt beginnt, beginnt, weil du nun reif und bereit dafür bist. Ob du nun 20 Jahre oder 60 Jahre alt bist, du hast nichts verpasst oder hättest etwas anders machen sollen.

Der Beginn kommt zu dir, wenn du gelernt hast, was du für diesen Neubeginn brauchst. Wenn du die Erfahrungen gemacht und Fähigkeiten entwickelt hast, die deine persönlichen Voraussetzungen für den Neuanfang sind.

Selbst der Beginn von etwas, worauf du nicht vorbereitet bist, kommt zur richtigen Zeit.

Das Leben möchte dich in das "neue Kapitel" oder neue Situationen hinführen, die du jetzt erfahren sollst. Es möchte, dass du dich durch das Ereignis oder in der neuen Phase persönlich weiterentwickelst. Es führt kein Weg daran vorbei.

Vielleicht hast du auch schon erlebt, dass etwas wie durch Zufall zur richtigen Zeit in dein Leben gekommen ist und deinen Weg gelenkt hat?

Es hat auf dich gewartet und dich empfangen, weil du nun bereit dafür warst, es in Empfang zu nehmen.


Wie dir das 3. Gesetz hilft: Wenn du an dieses Gesetz kennst, dann bereust du weder einen späten Neuanfang oder einen ungewollten und überraschten Neubeginn.

Du weißt, dass du erst jetzt bereit bist, diese Phase so zu leben und auszukosten, wie du es sollst, weil du an anderen Erfahrungen und Ereignissen noch wachsen solltest.

Oder aber du weißt, dass das Leben von dir verlangt, stark zu werden und mit dem was kommt, bestmöglich umzugehen, um am Ende festzustellen, dass du durch diesen Sprung -oder besser gesagt: "Schmiss"- ins kalte Wasser, den größten inneren Wachstum erfahren hast.


Das 4. Gesetz der Spiritualität sagt: “Was zu Ende ist, ist zu Ende”

Dieses Gesetz will dir sagen, dass es keinen Sinn hat, an etwas festzuhalten, was vergangen ist und ausgedient hat. Das würde nur Energie kosten und Leid verursachen, weil es nicht zurückgeholt und reaktiviert werden kann.

Der Vergangenheit nachzutrauern bedeutet Schmerz für dich und nimmt dir die Möglichkeit, das Leben im Hier und Jetzt wirklich zu erfahren und zu erleben.

Das Einzige, was du tun kannst, ist gewachsen an deiner Vergangenheit voranzuschreiten und das Leben mit einer neu gewonnen Sicht zu betrachten. So wie das 3. Gesetz besagt, dass alles zur richtigen Zeit beginnt, endet alles zur richtigen Zeit, damit ein neuer Anfang kommen kann.

In jedem Ende wohnt ein Anfang inne!


Wie dir das 4. Gesetz hilft:

Dieses Gesetz hilft dir loszulassen, weil du weißt, dass das Ende irgendwann kommen musste. Dass alles, wie die anderen Gesetze auch, deiner Entwicklung dient und du einen bestimmten Schritt geschafft, eine bestimmte Phase überwunden hast und nun weitere Schritte im Leben gehst und ein neues Kapitel betrittst.

Du schreibst mit all deinen Erfahrungen deine eigene Lebensgeschichte. Wandel und Veränderung sind Zeichen für Leben – Zeichen dafür, dass DU lebst, denn du BIST das Leben! Stillstand bedeutet, nicht zu leben und der tritt ein, wenn keine Veränderung mehr stattfindet.

Wisse darum und nimm jedes Ende als Kapitel in deinem Lebensbuch, dass dafür da ist, damit ein neues beginnen kann.


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