Betriebsanleitung für "Erde" - Mein Verständnis von Dualität und Polarität

Wir alle kommen ohne Betriebsanleitung für unseren Planeten auf die Welt. Weder die kosmischen Gesetze (siehe auch andere Blogartikel!), noch andere Gesetzmäßigkeiten des Lebens auf der Erde liegen in Form eines gedruckten Handbuchs in unserer Wiege, geschweige denn sind sie unseren Eltern bekannt, sodass sie uns dieses Wissen hätten lehren können. Nach vielen Jahren aktiver Teilnahme irdischer Abläufe und Dramen, der Lektüre von spirituellen Schriften und dem autodidaktischen Studium von irdischen Gesetzmäßigkeiten bin ich zu einem Verständnis von wichtigen Gesetzmäßigkeiten gekommen, das ich gerne hier teilen möchte.

Diese Gesetzmäßigkeiten beinhalten eine Betrachtungsweise von Qualitäten, von Prinzipien, die unseren Lehrstoff in unseren Inkarnationen darstellen. Vielleicht ist es ein besonderes Merkmal dieser 3-dimensionalen Realität, in der wir inkarniert sind, vielleicht ist es unserer speziellen menschlichen Wahrnehmung geschuldet: wir erleben mit unseren Sinnen eine Welt voller Gegensätze: hell und dunkel, kalt und warm, Haß und Liebe und unzählig viele mehr. Wer sich bereits mit spiritueller Literatur oder Philosophie beschäftigt hat, ist sicherlich nicht an den Begriffen "Dualität" und "Polarität"vorbeigekommen. Ich muss gestehen, ich habe anfangs beide Begriffe immer wieder verwechselt, musste immer wieder in Schriften spiritueller Autoren nachlesen und trotzdem sind sie in ihren jeweiligen Bedeutungen nicht recht hängengeblieben... Bis ich erkannte, warum!

Wenn ich an die vielen Prozesse denke, wo ich liebe Mitmenschen auf ihrem Weg begleiten durfte, so ist mir bei jedem Einzelnen folgende, spannende Gesetzmäßigkeit aufgefallen:

Diese Menschen kamen zu mir, als sie sich in einer Krise befanden: dies konnte alles, von gesundheitlicher, über finanzieller, Beziehungs-, Berufs-, Entscheidungs- oder Sinnkrise sein. Zu diesem Zeitpunkt entstand ein ganz persönlicher Schmerz in genau einer Sache, einer -so möchte ich es ab nun nennen-: Qualität. Wenn sich ein Partner verabschiedete, war es Angst vor dem Alleinsein, wenn es um Geld ging, kam Existenzangst, bei Sinnkrisen kam innere Leere. Weil wir alle bereits Krisen aller Art hatten, denke ich, kannst du mir sicherlich folgen und an eigenen Bespiele denken.

Im Zuge eines psychologischen und seelischen Entwicklungsprozesses musste sich dieser Mensch zwangsläufig mit genau diesen Qualitäten intensiv auseinandersetzen - es ging gar nicht anders! Die Probleme waren wie Leuchtreklametafeln in der Nacht: nicht zu übersehen! Interessant war dann jedoch nach einiger Zeit der Umstand, dass bei erfolgreich bewältigter Verarbeitung eine neue Phase der Lebens dieser Menschen begann, wo genau die gleiche Qualität, aber in anderer Ausprägung auftauchte! Wer sich zuerst mit der inneren Leere und dem Fehlen von Sinn beschäftigte, kam dann auf einen Lebenssinn und durfte Sinnhaftigkeit im Leben auskosten! Wer zuerst Liebeskummer und Ängste vor dem Alleinsein sowie Mangelgefühle an Wärme hatte, entdeckte nach einiger Zeit, dass er mit sich selbst in bester Gesellschaft war und sich selbst ein bereicherndes Leben schenken konnte. Wer sich mit finanziellem Verlust und Mangel auseinandersetzen musste, entdeckte, dass er genauso genügsamer gut leben konnte. Und lernte besonders ideelle Dinge zu wertschätzen - Fülle entdeckte er in bislang nicht beachteten Bereichen seines Lebens, bis sich dann auch nach einiger zeit äussere Fülle wieder einstellen konnte.

Und als ich so über all diese Entwicklungsverläufe -sowie auch meine eigenen und die Krisen meines befreundeten Umfelds- nachdachte und versuchte, den roten Faden zu finden, fiel mit Folgendes ein: Die Schöpfung ist genial: Innerhalb einer Krise müssen wir von einer Qualität zuerst den Mangel-Zustand erleben, um die gleiche Qualität in der Version der Fülle besser erkennen zu können und dann vielleicht auch mehr wertschätzen zu können!

Erinnere dich an einen Partner, der dich in einem bestimmten Punkt enttäuscht hat. Und du nach der Trennung beschlossen hattest: "Nie wieder einen Partner mit ... (dieser schlechten Eigenschaft)....!" Der nächste Partner hatte vielleicht oder sicher dieses Merkmal nicht mehr, und denk daran wie froh da darüber warst! :-)



Wenn ich so überlege, dann sind diese Erlebnis- und Erkenntnis-Abläufe sogar sehr probate, didaktische Mittel! Wenn ich jemanden die Qualität der Wärme erfahrbar machen möchte, dann wäre es entsprechend obiger Ausführung sinnvoll, diesen Menschen zuerst einmal Kälte erfahrbar zu machen. Er friert, fühlt sich ausgekühlt und betritt dann eine geheizte Wohnung. Durch dieses Kontrastprogramm ist es leichter möglich, die Qualität der Wärme erfahrbar zu machen, als wenn der Mensch sein Leben lang im beheizten Zimmer sitzt und die Qualität der Wärme an sich nicht erkennen kann.

Vielleicht ist dir bei obigem Beispiel auch die Metapher der "Kleinen Seele (spricht mit Gott)" eingefallen, die ja als Lichtwesen sich auch erst durch die Dunkelheit auf Erden als Licht erfahren kann!

Jetzt komme ich zum Begriff der Dualität! Dualität ist daher für mich nur oberflächlich und umgangssprachlich das Phänomen der Gegensätze. In der Tiefe betrachtet handelt es sich bei den vermeintlichen Gegensätzen um ein und die selbe Qualität, die sich einmal im Mangel-Zustand, einmal im Fülle-Zustand zeigt: Kälte-Wärme, Haß-Liebe, Dunkelheit-Licht. Vielleicht ist es nur unsere menschliche Logik unserer Kultur und unsere Sprache, die diese Begriffe als Gegensätze darstellt...

Der Erkenntnisprozess im Rahmen der persönlichen Entwicklung besteht immer im Erkennen des Prinzips an sich. Die Schöpfung lotst dich zuerst durch die Phase, wo du die zu erfahrende Qualität in einem mangelhaft ausgeprägten Zustand erfahren musst, was meist mit Leid zu tun hat! Warum? Weil die Schöpfung Fülle in allen Aspekten und Qualitäten bedeutet! Durch diese leidvolle Erfahrung im "Mangel" wirst du sensibilisiert, diese bestimmte Qualität leichter zu erkennen und wirst, weil du in dir weißt, dass im Universum alles in Hülle und Fülle vertreten ist, unbewusst auf die Fülle-Version dieser Qualität hinsteuern!

Polarität ist das Phänomen gleichwertiger Pole, wo nicht einer den anderen bedingt, noch wo einer den anderen auflöst: ein Bespiel dafür ist die Polarität von Männlich und Weiblich. Beide bestehen autark und ergänzen sich zu einem Ganzen, während Licht Dunkelheit löscht.

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