Was sind unsere Wurzeln und wofür ist Erdung gut?

Aktualisiert: Apr 16

Heute möchte ich mich zu in der spirituellen Szene oft verwendeten Begriffen der "Wurzeln"und der "Erdung" äussern. Anmerken möchte ich gerne zu Beginn, dass die Darstellung -wie bei allen anderen Beiträgen auch- meinem persönlichen Verständnis entspricht, das ich mir in 2 Jahrzehnten Praxis und Theorie angeeignet habe.

Wenn du an einen Baum denkst - und im Schamanismus sowie in der alten Schriften der Kabbala steht der Baum auch für die menschliche Existenz -, sind die Wurzeln ein bedeutsamer Teil. Sie geben dem Baum Halt und versorgen ihn mit Nährstoffen und Wasser. Das Wachstum des Baumes entsteht auch unter der Erde im Bereich der Wurzeln, wenn der Same noch bedeckt von der Erde erste feine Wurzeln bildet und sein Wachstum zum Baum beginnt.

Übertragen auf unser Leben gibt es viele Parallelen: auch wir blicken auf unsere Lebensgeschichte zurück, die in den meisten Fällen in der Geborgenheit eines Elternhauses begann. Unsere Eltern sind Nachkommen ihrer Eltern und zählen wie die unzähligen Generationen zuvor zu unseren Ahnen, unsere sprichwörtlichen Wurzeln. Wenn wir ein versorgendes und umsorgendes Elternhaus hatten, dann bezogen wir von dort ebenso Schutz und Nahrung und ich denke, jeder kann mir beipflichten, wenn ich behaupte, dass unsere familiären Wurzeln selbst in unserem Erwachsenenalter noch eine gewisse, bedeutsame Rolle spielen.

Menschen, die im Frieden mit ihren Ahnen sind - entsprechende Blogbeiträge folgen!, genießen auch ein ruhiges inneres Lebensgefühl, innerlich getragen von der symbolischen inneren Mutter, die uns als Kind gehalten, genährt und umsorgt hat. Menschen, denen solche Erfahrungen fehlen, oder die durch sehr aufrüttelnde Lebensphasen gehen, vermissen oder verlieren diesen inneren ruhigen Punkt, der wie das Auge im Orkan Ausgeglichenheit und Ur-Vertrauen vermitteln kann, selbst wenn es rundherum stark wirbelt.

Erdung bezeichnet energetisch gesehen den Zustand, wo wir erleben, dass wir mit beiden Füßen stabil und gelassen am Boden stehen. Menschen, die sehr kopflastig versuchen die Welt zu begreifen und zu kontrollieren, kennen indes eher die wirbelden Gedanken im Kopf, die einen abheben lassen und sich von dem ruhigen Punkt in uns entfernen, der uns Stabilität und Klarheit bedeutet. Erdung kann daher auch auf energetischem Wege wiederhergestellt werden, was ich dir in entsprechenden Meditationen im Blog vermitteln möchte!

Mit einem geerdeten Zustand empfinden wir die Dinge wieder mit etwas mehr Distanz, weil wir einen stabilen Punkt einnehmen konnten und so lassen wir uns nicht mehr so leicht in einen Dynamik hineinziehen. Wir können den aktuellen Zustand unseres Lebens so akzeptieren und annehmen, wie er auch im Moment ist, mit all seinen Ecken, Kanten und Herausforderungen. Weil wir wissen, dass alles in Bewegung ist und jeder Moment nur eine Momentaufnahme eines Prozesses sein kann, der morgen wieder ganz anders aussehen kann!

Der Kopf wird wieder freier und die Situation kann wieder ganzheitlicher wahrgenommen werden. Es kehrt Ruhe ein und wir finden wieder in unseren Rhythmus, ohne Dinge übereilen zu müssen. Wir sind wieder mehr im Hier und Jetzt und nicht mehr mit den Gedanken in die Vergangenheit oder Zukunft zerstreut.

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